| Eine
Idee ging um die Welt |
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| Kurzzusammenfassung
- Die gesamte Chronik kann kostenlos bei Margit Quell angefordert werden. Download Chronik 30 Jahre Rollstuhltanz ( in pdf) |
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| Rollstuhltanz wurde in Deutschland als erstes vom Fachgebiet Gymnastik, Tanz, Musik und Bewegung am Sportzentrum der Technischen Universität München, unter Leitung von Dr. Gertrude Krombholz, in Zusammenarbeit mit der Rollstuhlsportabteilung des Universitätssportclubs München, der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte und der Stiftung Pfennigparade entwickelt. Die Idee des integrativen Tanzens mit Rollstuhlfahrern entstand 1973 bei der "Bayerischen Sportpalette", einer Veranstaltung des Bayerischen Landessportverbandes und wurde im Herbst 1974 in die Tat umgesetzt. |
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| Mit
Rock'n Roll fing es an. In den siebziger und Anfang der achtziger Jahre
war München eine Rock'n Roll-Hochburg. Im Hochschulsport boomte ebenfalls
diese Tanzart. Aus diesem Kreis fanden sich auch genügend Fußgängertänzer/innen,
die regelmäßig mit den Rollis die gängigen Rock'n Roll-Tanzformen
übten. Mit schnellen Drehungen, Platzwechseln und Arm-/Kopfaktionen
war diese Tanzform sehr beliebt bei den sportlichen Rollis, die zu stimulierender
Musik ihre Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit und Kraft bestens beweisen
konnten. Die Entwicklung von speziellen Basketball-Sportrollstühlen
kam auch den tanzenden Rollis zugute. In München galt das Motto:
"Rollis rollen Rock'n Roll"! |
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| Unter
dem Thema Tanzen Freizeitsport für alle wurden
bei der VI Weltgymneastrada 1975 in Berlin die ersten Formen des Rollstuhltanzens
gezeigt. Es folgten weitere Präsentationen mit immer neuen Akzenten
bei den Weltgymneastraden 1987 in Herning/Dänemark, 1995 in Berlin
und 1998 in Göteborg/Schweden. Bei den World Games 1989, vielen Olympiatagen,
Sportpressefesten, Tanzgalas, Kongressen und sonstigen Veranstaltungen.
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| Unter
der Federführung von Krombine organisierten die Münchner
ab 1983 Lehrgänge, um das Rollstuhltanzen in Deutschland zu verbreiten.
Ab 1988 gestalteten sie durch engagierte Lehrtätigkeit die vom Deutschen
Behindertensportverband und Deutschen Rollstuhlsportverband (DBS/DRS)
anerkannten Ausbildungen zum Fachübungsleiter/in und B-Trainer/in
im Rollstuhltanzen. Zum Münchner Lehrteam gehörten: Dr. Gertrude
Krombholz, Karin Bögle, Astrid Leis, Vera Dill, Herbert Rausch und
Dr. Markus Zimmer. Mit dem sportlichen Tanz wurden die Münchner Rollitänzer
erstmals 1980 konfrontiert, als eine Einladung zu einem internationalen
Tanzturnier anläßlich der Paralympischen Winterspiele für
Behinderte in Geilo/Norwegen eintraf. Fehlende Wertungsrichtlinien machten
es nicht leicht, eine klare Interpretation der Turniertänze zu finden.
Die Münchner stellten vorwiegend den Charakter des jeweiligen Tanzes
und die Paarharmonie in den Vordergrund. Der Münchner Tanzstil hat
sich erfolgreich durchgesetzt. Fortan waren Münchner Paare bei den
nationalen und internationalen Turnieren immer an der Spitze zu finden.
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| Die
Münchner Rollstuhltanzsportgruppe ist mit 6 Europameistertiteln und
zahlreichen nationalen Titeln der weltweit erfolgreichste Club! Nachdem
der Boden für Rollstuhltanzen in Deutschland bestens bestellt war,
setzten die Münchner wichtige Impulse im Ausland. |
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| Bei
wissenschaftlichen Kongressen:
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| Dazu
kommen viele Auftritte und Workshops in Belgien, Ecuador, Frankreich,
Gran Canaria, Holland, Israel, Italien, Luxembourg, Norwegen, Österreich,
Polen, Schweiz, Spanien und Teneriffa., Lehrgangs- und Vortragsreisen
in Argentinien, Belarus, Brasilien, Chile, China,
Japan, Russland, Rumänien, Schweden und der Schweiz. Zwei
Video Lehrfilme (Wheelchair Dance und Wheelchair Rhythmic Sportive Gymnastics)
erhielten bedeutende internationale Auszeichnungen. Der
„Filantrop Award“, ein international hoch angesehener Kunstpreis,
wurde 2001 der Münchner Rollstuhltanzgruppe in Moskau verliehen. |
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| Seit
1991 wird von den Münchner Rollitänzer/innen Freestyltanzen
nach selbstgewählter und interpretierter Musik praktiziert.
Bei
den 1. German Open 1993 im Nobelhotel Bayerischer Hof in München,
organisiert vom USC München, Abteilung Rollstuhl-Tanzsport, starteten
16 Paare aus 5 Nationen. Sie boten eine Vielfalt von tänzerischen,
akrobatischen und sportlichen Glanzleistungen. Allein
die 5 Münchner Paare brillierten mit unterschiedlichster Musikwahl
und Choreographie.
Eine
ähnliche Mischung boten auch die Paare aus Israel. 1993
entwickelte die Gymnastiklehrerin an der Technischen Universität
München, Atja Götzova, verschiedene Formen der Rhythmischen
Sportgymnastik mit Band, Ball und Reifen für weibliche Rollis. Diese
neue Sportart für junge, sportliche Rollstuhlfahrerinnen ist seither
Bestandteil der Münchner Präsentationen inform von Einzel-,
Paar- oder Gruppenchoreographien. |
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| Die
Münchner Formationen tanzen seit vielen Jahren auf einem hohen tänzerischen
und gestalterischen Niveau, das weltweit konkurrenzlos ist. Die
Palette reicht von Rock’n’Roll, über internationale
Folklore, Afro, Freestyl, bis hin zu Standard und Latein. Zu verschiedenen
Anlässen gestalteten die Münchner Rollitänzer/innen besondere
Projekte:
Viele kreative Ideen, sehr viel Engagement, viele Unterstützer und viele immer noch begeisterte Tänzer/inner sind für den beispiellosen Erfolg einer 1973 geborenen Idee verantwortlich. Wir sind die Münchner Rollitanz - Familie ! |
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