19.07.2011 Pressemitteilung Gymnaestrada 2011 Lausanne
Die Rollstuhltanzformation der Technischen Universität München und der Abteilung Rollstuhltanzsport im USC München beteiligte sich vom 9. – 14. Juli 2011 an der
14. Weltgymnaestrada in Lausanne/Schweiz.
Zusammen mit 1900 Aktiven des Deutschen Turnerbundes reisten die Münchner in die Heimat des IOC an den Genfer See.
Die Stadt hatte sich für den Empfang von 22 000 Aktiven aus 55 Nationen und 5 Kontinenten sehr gut vorbereitet. 1 Woche lang von morgens bis spät in die Nacht hinein gab es alles rund um’s Tanzen, Gymnastik und Turnen in den Messehallen und auf den zahlreichen Bühnen in der City zu sehen.
„Kaleidoscope of Movement“ – so das Thema der 90-minütigen Show für den „Deutschen Abend“, in der die 14 außergewöhnlichsten deutschen Vorführgruppen die Highlights des DTB-Auftritts präsentierten.
Wieder einmal überzeugten die Gruppen mit Kreativität und Perfektion. Eine ganz besondere Innovation war die Kaleidoskop-Gruppe, die die Übergänge der drei Themenblöcke, „Elegance“, „Harmony“ und „Power“ gestalteten.
Die Rollitänzer mit ihrer neuen Lateinformation nach Musiken von der Gruppe ABBA begeisterten die 3000 Zuschauer am Deutschen Abend mit farbenfrohen Kostümen, fetziger Lateinmusik und schnellen Bilderwechseln.
Choreograph und Trainer Ludwig Stürmer hat analog einer Fußgängerformation die 6 Rollitänzer mit ihren Tanzpartnern ideenreich in eine rasante Show eingesetzt.
Bereits nach der Ankunft am 9. Juli tanzten die Rollis abends bei der Welcome-Party des DTB in Morges, das die deutschen Gruppen beherbergte.
Weitere Vorführungen unter dem Thema „Deutsche Klassiker“ folgten in den Messehallen. Nachdem die Münchner wieder einmal als einzige Gruppe Rollstuhltanz auf höchstem Niveau präsentierte, waren die Hallen jeweils mit begeisterten Zuschauern aus aller Welt gefüllt.
Als Information zur Geschichte der Münchner Rollstuhltanzgruppe auf Gymneastraden:
Die Münchner integrative Rollitanz- und Akrobatikgruppe begeistert seit 1975 die Zuschauer mit ihren einzigartigen Choreographien.
Mit dem Projekt „Tanzen - Freizeitsport für alle“, unter Einbeziehung von 14 Rollstuhlfahrern in die
insgesamt 128 Kinder, Studenten und Senioren umfassende Vorführgruppe für die „6. World-
Gymnaestrada 1975“ (Weltturnfest) in Berlin, wurde der Grundstock an der TU München gelegt für
den Siegeszug der neuen Sportart „Rollstuhltanzen“ rund um die Welt.
Für die Idee, Entwicklung und Verbreitung steht Fr. Dr. Gertrude Krombholz mit ihrem Lebenswerk.
1987 entstand das Tanzprojekt „ME - MA - ME“ (Menschen - Materialien - Medien):
„DAS RAD“ (Lebensrad, Schicksalsrad, Glücksrad, Zahnrad, Fünftes Rad, Fahrrad) für die
„8. World Gymnaestrada 1987“ (Weltturnfest) in Herning/ Dänemark mit 12 Rollis und
30 Sportstudenten.
Die 10. „World Gymnaestrada“ führte die Münchner wieder nach Berlin:
Zu dem Thema „Firework“ zeigten 44 Sportstudenten/innen der TUM Tanz, Akrobatik, Jonglage
und Inlineskating zusammen mit 8 Rollstuhlfahrern und 44 Sportstudenten/innen.
Für die „11. World Gymnaestrada“ 1999 in Göteborg/ Schweden entstand das Tanzprojekt
„Drehscheibe“ mit fünf Bilder „Turnfestemblem“, Tradition und Moderne in München“, Drehende
Objekte“, „Drehende Menschen“, „Finale“., mit 7 Rollstuhlfahrern und 23 Sportstudenten:
Zur „12. Weltgymneastrada“ nach Lissabon/Portugal reiste die
Rhythmische Rollstuhlsportgymnastik Gruppe der TUM/USC München mit dem Thema „Sommergewitter“, eine Choreographie mit Band, Ball und Reifen.
Bei allen fünf Gymnaestrada-Projekten hat Frau Atja Götzova, Dozentin der Technischen Universität München federführend die Choreographien erstellt.
